Mängel der Mietsache (Minderung)

Der Vermieter hat laut Gesetz dem Mieter die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und während der Mietzeit zu erhalten. Mängel liegen also vor, wenn der vertragsgemäße Mietgebrauch nicht unerheblich beeinträchtigt wird bzw. aufgehoben wird. Der Mieter ist zur sofortigen Mängelanzeige dem Vermieter gegenüber verpflichtet; anderenfalls ist der Mieter Schadensersatzansprüchen des Vermieters ausgesetzt. Mängel der Mietsache sind genau zu beschreiben und aus Beweisgründen schriftlich (am besten Einschreiben/Rückschein) dem Vermieter mitzuteilen. Wichtig ist eine Beweissicherung durch Zeugen, Fotos, Lärmprotokollen, Bestätigungen der Handwerker oder der Aufbewahrung defekter Teile.  

Sofern der Mieter den Vermieter bei einem nicht unerheblichen Mangel vergeblich zur Mangelbeseitigung unter Fristsetzung aufgefordert hat und einen Mietminderungsvorbehalt ausgesprochen hat, steht dem Mieter das Recht zur Minderung zu. Die Höhe der Mietminderung ist wiederum stark einzelfallabhängig; auch entscheiden die verschiedenen Richter am Mietgericht zur Höhe der Minderungsquoten nicht einheitlich.

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