Ehegattenunterhalt 

Beim Ehegattenunterhalt ist der Trennungsunterhalt (Unterhalt in der Zeit nach der Trennung und vor rechtskräftiger Scheidung) und der nacheheliche Unterhalt (Zeitraum nach der rechtskräftigen Scheidung) zu unterscheiden. 

Im Sinne einer beschleunigten Beratung sollten folgende Angaben bzw. Unterlagen umgehend beigebracht werden: 

  • Einkommensnachweise (Gehaltsbescheinigungen, Arbeitslosenhilfe/Arbeitslosengeldbescheid, Rentenbescheid, Zinsbescheinigungen, Sozialhilfebescheid)
  • Angaben zu den Wohnverhältnissen
  • Nachweise für berücksichtigenswerte Schuldverbindlichkeiten (Kreditverträge, Ratenzahlungsvereinbarungen)
  • Nachweise für sonstige Belastungen (insbesondere Unterhaltszahlungen, Versicherungsbeiträge)

Trennungsunterhalt 

Derjenige Ehegatte, der ein geringeres Einkommen erzielt, hat während der Trennung einen Anspruch gegen den anderen Ehegatten. Dieser ist grds. nicht verzichtbar. Zweck des Trennungsunterhalts ist die Aufrechterhaltung des ehelichen Lebensstandards während der Zeit der Trennung. 

Nachehelicher Unterhalt 

Nach der Scheidung ist Unterhalt in den im Gesetz geregelten Ausnahmefällen zu zahlen, wenn der eine Ehegatte im Zeitpunkt der Scheidung nicht in der Lage ist, selbst für seinen Unterhalt zu sorgen, weil er kein eigenes Einkommen insbesondere wegen der Betreuung der Kinder, aufgrund Alters oder Krankheit erzielen kann oder er trotz Anstrengungen nicht ausreichend verdient, um den früheren Lebensstandard fortzuführen. Maßgeblich für die Unterhaltshöhe ist wiederum das Einkommen des Unterhaltsverpflichteten und vor allem der eheliche Lebensstandard. 

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